{"id":801,"date":"2017-04-23T15:37:00","date_gmt":"2017-04-23T15:37:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gusp.org\/startseite\/"},"modified":"2018-11-26T10:32:10","modified_gmt":"2018-11-26T16:32:10","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gusp.org\/de\/startseite\/","title":{"rendered":"Startseite"},"content":{"rendered":"\t<div class=\"featured-image\">\n\t\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/summit-audience-home.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"435\" \/><a style=\"display:none;\" class=\"summit de\" href=\"\/de\/weltfriedensgipfel\/\">Weltfriedens-<\/br>gipfel<span class=\"date\">Kiew&nbsp;&nbsp;\u00b7&nbsp;&nbsp;Ukraine<br \/>\n14.&nbsp;\u201315.&nbsp;Juni 2017<\/span><span class=\"arrow\">Update<\/span><\/a><\/p>\n\t<\/div>\n\t\n<p id=\"op\" class=\"opening\" style=\"margin: 12px 0 20px;\">Die <em>Global Union of Scientists for Peace<\/em> ist eine neue Initiative zur Pr\u00e4vention von Terrorismus, Krieg und sozialer Gewalt. Dazu nutzt sie innovative und praxiserprobte L\u00f6sungen in den Bereichen Konfliktbew\u00e4ltigung, nationale Sicherheit und Weltfrieden.\n<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gr\u00fcndung und Aufgaben der GUSP<br \/>\n<\/h2>\n\t<span class=\"dropcap\">\n\t\t<p>D<\/p>\n\t<\/span>\n\n\tie <em>Global Union of Scientists for Peace<\/em> (GUSP) entstand aufgrund der gescheiterten Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Jahr 2005. Der Misserfolg der Diplomatie hatte den gef\u00e4hrlichen Hang der Politik deutlich gemacht, auf Waffen mit gewaltiger Zerst\u00f6rungskraft zu setzen&nbsp;\u2013 Waffen, welche die Existenz nicht nur des Menschen, sondern alles Lebendigen auf diesem Planeten gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Von der Stagnation beim Atomwaffensperrvertrag alarmiert und entt\u00e4uscht, schlossen sich viele Konferenzteilnehmer zusammen und gr\u00fcndeten eine globale Gegeninitiative: die <em>Global Union of Scientists for Peace<\/em>. Im vollen Bewusstsein der Konsequenzen atomarer Waffen wollen die Mitglieder&nbsp;\u2013 darunter f\u00fchrende Wissenschaftler, Politiker und Entscheidungstr\u00e4ger&nbsp;\u2013 die Verbreitung von Atomwaffen beenden und alternativen, friedlichen Mitteln der Konfliktl\u00f6sung den Vorzug geben. (<a href=\"\/de\/direktorium\/\">Siehe GUSP-Direktoren<\/a>.)<\/p>\n<p>Heute ist die GUSP treibende Kraft in den internationalen Bem\u00fchungen zur Vermeidung von Terrorismus und Kriegen und zur Schaffung des Weltfriedens.<\/p>\n<p>Die vier Ziele der GUSP sind:<\/p>\n<div class=\"de join\"><a href=\"\/de\/invitation\/\">Der GUSP beitreten<\/a><\/div>\n<ul>\n<li>Stopp der Verbreitung von Atomwaffen und anderer Massenvernichtungswaffen;<\/li>\n<li>Reduzierung von Gewalt als Mittel der Konfliktl\u00f6sung;<\/li>\n<li>Verhinderung gesellschaftlicher Spannungen, die zu Terrorismus und sozialen Konflikten f\u00fchren;<\/li>\n<li>Erforschung und F\u00f6rderung evidenzbasierter, gewaltloser Ma\u00dfnahmen zur Konfliktvermeidung, Unterst\u00fctzung der nationalen Sicherheit und Schaffung von Weltfrieden.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Historischer Hintergrund<\/h4>\n<p>Seit \u00fcber sechzig Jahren warnen Wissenschaftler eindringlich vor den katastrophalen Auswirkungen thermonuklearer Kriege und fordern die Abschaffung dieser Waffen, welche die gesamte Welt vernichten k\u00f6nnen. Albert Einstein und Bertrand Russell initiierten den ersten Zusammenschluss bedeutender Wissenschaftler und Gelehrter und benannten diese existenzielle Bedrohung:<br \/>\n\t<div class=\"blue-box\">\n\t\t<div class=\"inner\">\n\t\t\t<h3>Das Russell-Einstein-Manifest (1955)<\/h3>\n<h4>Die Gefahr nuklearer Vernichtung<\/h4>\n<p>\u00bbAngesichts der Tatsache, dass in einem k\u00fcnftigen Weltkrieg mit Sicherheit Kernwaffen benutzt werden und dass derartige Waffen das Fortbestehen der Menschheit bedrohen, fordern wir die Regierungen der Welt mit Nachdruck auf, zu erkennen und \u00f6ffentlich einzugestehen, dass sie ihre Ziele nicht durch einen Weltkrieg erreichen k\u00f6nnen, und fordern sie auf, friedliche Mittel zu finden, um alle Streitigkeiten untereinander zu schlichten.\u00ab<\/p>\n\t<div class=\"expand-text\">\n\t\t<p><a href=\"#\">(Weitere Erkl\u00e4rungen f\u00fchrender Wissenschaftler finden Sie hier. Bitte klicken.)<\/a><\/p>\n\t<\/div>\n\n\t\n<h3>Die Pugwash-Konferenz 1982<\/h3>\n<h4>Die ultimative Krise<\/h4>\n<p>\u00bbDie Welt steuert weiter in einem immer schneller werdenden Tempo auf die finale Krise zu, von der es kein Zur\u00fcck mehr geben wird. Solange in den Arsenalen Nuklearwaffen lagern und die Zahl der L\u00e4nder, die Atomwaffen besitzen, immer gr\u00f6\u00dfer zu werden droht, weil es keine effektiveren weltweiten Atomwaffenbegrenzungsvereinbarungen gibt, stehen wir weiterhin an der Schwelle zur globalen Katastrophe stehen.\u00ab<\/p>\n<h3>Union of Concerned Scientists, 2002<\/h3>\n<h4>Die Sinnlosigkeit von Raketenabwehrsystemen<\/h4>\n<p>\u00bbRaketenabwehrsysteme sind keine Antwort auf die gr\u00f6\u00dferen Bedrohungen unserer Zeit. F\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder ist es uninteressant, Langstreckenraketen einzusetzen. Andere Methoden sind kosteng\u00fcnstiger, zuverl\u00e4ssiger, schwerer zu orten und k\u00f6nnen gr\u00f6\u00dfere Sprengladungen genauer platzieren als Langstreckenraketen. Der aggressive Umgang mit der ungeheuren, atomaren Leistungsf\u00e4higkeit der Vereinigten Staaten schenkt uns nicht mehr Sicherheit, sondern vergr\u00f6\u00dfert die Gefahren nur noch mehr.\u00ab<\/p>\n<h3>Pugwash-Konferenz 2004<\/h3>\n<h4>Drohender Atomterror<\/h4>\n<p>\u00bbAngesichts der realen M\u00f6glichkeit, dass Terroristen Atomwaffen erwerben und einsetzen k\u00f6nnten, um Hunderte unschuldiger Menschen zu t\u00f6ten, ist es dringlicher denn je, der Bedrohung, die von Atomwaffen ausgeht, ein Ende zu setzen.\u00ab<\/p>\n\t<div class=\"less-link\">\n\t\t<p><a href=\"#\">(weniger)<\/a><\/p>\n\t<\/div>\n\t\n\t\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\n\t\n<h4>Die Bedrohung h\u00e4lt an<\/h4>\n<p>Seit <em>Russell\/Einstein<\/em> haben viele f\u00fchrende Wissenschaftler und wissenschaftliche Verb\u00e4nde beharrlich vor den besorgniserregenden Gefahren f\u00fcr die Menschheit durch Atomwaffen gewarnt. Doch trotz dieser st\u00e4ndigen Warnungen vergr\u00f6\u00dfern und modernisieren Atomstaaten weiterhin ihr t\u00f6dliches Arsenal. Einige haben destabilisierende Kriegswaffen wie die atomare bunkerbrechende Waffe \u00bbbunker buster\u00ab entwickelt, welche die Grenze zwischen konventionellen Waffen und Atomwaffen verschwimmen lassen und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines atomaren Erstschlags erh\u00f6hen. Zur Verteidigung sind heute auch viele Nicht-Atomstaaten darauf bedacht, ihr eigenes Atompotential zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die historische Motivation, diesen atomaren Weg zu gehen, war urspr\u00fcnglich die, dass es keine sichere Abschirmung gegen einen Atomschlag gebe und die einzig praktikable Verteidigung folglich der Besitz eines eigenen Atomwaffenarsenals sei, das eine glaubw\u00fcrdige Bedrohung durch vernichtenden atomaren Gegenschlag darstelle.<\/p>\n<p>Diese Verteidigungsstrategie auf der Grundlage t\u00f6dlicher Vergeltung&nbsp;\u2013 auch bekannt als \u00bbgegenseitig zugesicherte Vernichtung\u00ab&nbsp;\u2013 hat zu einem gef\u00e4hrlichen globalen Atompatt gef\u00fchrt. In der Geschichte sind zahlreiche Vorf\u00e4lle bekannt, wo eskalierende Spannungen beinahe einen verheerenden Atomkrieg ausgel\u00f6st haben. Ereignisse in j\u00fcngster Zeit zeigen auch, welche Bedrohung von einem einzigen instabilen Herrscher mit Zugang zu Atomwaffen ausgehen kann.<\/p>\n<h4>Wir brauchen einen neuen Ansatz<\/h4>\n<p>Durch die sich ver\u00e4ndernde geopolitische Landschaft und die Entstehung terroristischer Nationalstaaten ist die Strategie atomarer Abschreckung kaum noch wirksam und zeitgem\u00e4\u00df. Die Bedrohung durch nukleare Vergeltung schreckt weder Terroristen und Selbstmordattent\u00e4ter ab, die bereit sind, ihr eigenes Leben zu opfern, um bei ihren politischen und religi\u00f6sen Feinden Schaden anzurichten, noch terroristische Vereinigungen, die kein eigenes Hoheitsgebiet besitzen, das als Ziel f\u00fcr einen Vergeltungsschlag dienen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Heute ist jedes Land angreifbar. Selbst die m\u00e4chtigsten Nationen werden Opfer eskalierender Terroranschl\u00e4ge. Konventionelle Milit\u00e4rtaktiken sind offensichtlich ungeeignet und k\u00f6nnen solche Angriffe nicht verhindern. Diplomatische Bem\u00fchungen sehen sich mit \u00e4hnlichen Herausforderungen konfrontiert. In einer Welt, die durch tief verwurzelte Feindseligkeiten und regionale Spannungen zerrissenen ist, sind Kompromisse und diplomatische L\u00f6sungen nur von kurzer Dauer. M\u00fchsam verhandelte Vereinbarungen und Waffenstillstandsabkommen bringen meist nur vor\u00fcbergehende Erleichterung. Papierene Vertr\u00e4ge zwischen rivalisierenden Gruppen haben sich als viel zu br\u00fcchig f\u00fcr dauerhaften Frieden erwiesen.<\/p>\n<p>Offensichtlich bedarf es eines grunds\u00e4tzlich neuen Ansatzes. Die wissenschaftliche Forschung l\u00e4sst immer klarer erkennen: Traditionelle Methoden zur Konfliktl\u00f6sung und Konfliktvermeidung versagen meist, weil sie sich nicht mit den zugrunde liegenden Ursachen von Gewalt und sozialen Konflikten befassen. Sie l\u00f6sen nicht die akuten politischen, ethnischen und religi\u00f6sen Spannungen, in deren Folge Terrorismus und gewaltsame Auseinandersetzungen entstehen. Damit diplomatische Bem\u00fchungen und andere konventionelle Methoden greifen k\u00f6nnen, brauchen wir zuerst eine wirksame Methode, tiefsitzende Spannungen aufzul\u00f6sen \u2013 eine Methode, die das \u00dcberkochen gesellschaftlicher Spannungen verhindern kann.<\/p>\n<p>Erfreulicherweise existieren bereits solche innovativen und effektiven Ans\u00e4tze zur Verteidigung und Konfliktvermeidung, die in wesentlichen Punkten bessere Erfolge vorweisen k\u00f6nnen als konventionelle Wege zu Sicherheit und Frieden. Diese innovativen, evidenzbasierten L\u00f6sungsans\u00e4tze sind heute der Hauptschwerpunkt der GUSP und werden unter <a href=\"\/de\/entschaerfung-globaler-krisen\/\" target=\"_blank\">\u00bbEntsch\u00e4rfung globaler Krisen\u00ab<\/a> n\u00e4her erl\u00e4utert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Global Union of Scientists for Peace ist eine neue Initiative zur Pr\u00e4vention von Terrorismus, Krieg und sozialer Gewalt. Dazu nutzt sie innovative und praxiserprobte L\u00f6sungen in den Bereichen Konfliktbew\u00e4ltigung, nationale Sicherheit und Weltfrieden. 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