{"id":881,"date":"2017-04-25T08:56:25","date_gmt":"2017-04-25T08:56:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gusp.org\/news\/kann-gruppenmeditation-gewaltverbrechen-vorbeugen\/"},"modified":"2017-06-21T08:01:02","modified_gmt":"2017-06-21T13:01:02","slug":"kann-gruppenmeditation-gewaltverbrechen-vorbeugen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gusp.org\/de\/news\/kann-gruppenmeditation-gewaltverbrechen-vorbeugen\/","title":{"rendered":"Kann Gruppenmeditation Gewaltverbrechen verhindern?"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"margin-bottom:12px;\"><a href=\"http:\/\/www.eurekalert.org\/pub_releases\/2016-04\/muom-cgm031316.php\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"logo\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/logo-eurekalert.png\" width=\"284\" height=\"77\" alt=\"EurekAlert\"\/><\/a><\/h1>\n<p align=\"center\" class=\"small\">Ver\u00f6ffentlicht: 14. APRIL 2016<\/p>\n<h1 style=\"margin-bottom:12px;\">Kann Gruppenmeditation Gewaltverbrechen verhindern?<br \/>\nDie \u00fcberraschende Antwort einer neuen Studie lautet: ja.<\/h1>\n<div id=\"attachment_440\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption align\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-440\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/photo_dome-1.jpg\" alt=\"\" width=\"740\" height=\"384\" class=\"size-full wp-image-440\" srcset=\"https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/photo_dome-1.jpg 740w, https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/photo_dome-1-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/photo_dome-1-200x104.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px\" \/><p id=\"caption-attachment-440\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Gro\u00dfe Gruppen, die das Fortgeschrittenenprogramm der Transzendentalen Meditation praktizieren, korrelierten mit signifikant gesunkenen Zahlen bei T\u00f6tungsdelikten und Gewaltverbrechen in den USA w\u00e4hrend eines Interventionszeitraums von 2007 bis 2010.<\/strong><\/p><\/div>\nK\u00f6nnen gro\u00dfe Gruppenmeditationen tats\u00e4chlich die Kriminalit\u00e4tsrate senken? Die neueste Studie einer Reihe von Forschungen, die sich \u00fcber Jahrzehnte erstreckte, deutet erneut darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen einer gen\u00fcgend gro\u00dfen Gruppe von Aus\u00fcbenden des Fortgeschrittenenprogramms der Transzendentalen Meditation (TM-Sidhi Programm) und einem R\u00fcckgang von sozialer Gewalt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Zeitraum von 2007 bis 2010, als es eine gen\u00fcgend gro\u00dfe Gruppe gab, ergab die statistische Auswertung, dass die Kriminalit\u00e4tsrate bei T\u00f6tungsdelikten und Gewaltverbrechen sowohl national als auch lokal im Vergleich zum Basiszeitraum von 2002 bis 2006 signifikant zur\u00fcckging.<br \/>\n<div id=\"attachment_438\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-438\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2016_04_group-meditation.jpg\" alt=\"Decreased Trend of Homicide\" width=\"300\" height=\"215\" class=\"size-full wp-image-438\" srcset=\"https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2016_04_group-meditation.jpg 400w, https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2016_04_group-meditation-300x215.jpg 300w, https:\/\/www.gusp.org\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/2016_04_group-meditation-156x112.jpg 156w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-438\" class=\"wp-caption-text\">Von 2007 bis 2010, als die Zahl der Teilnehmer am Fortgeschritten-TM-Sidhi-Programm den Schwellenwert \u00fcberstieg, ab dem ein R\u00fcckgang negativer Trends vorhergesagt war (\u221a1&nbsp;%), gab es eine signifikante Ver\u00e4nderung bei den Zahlen der landesweiten T\u00f6tungsdelikte und der Gewaltverbrechen in den St\u00e4dten. Im Vergleich zum Basiszeitraum von 2002 bis 2006 sank die Zahl der T\u00f6tungsdelikte um 21,2&nbsp;% (5,3&nbsp;% pro Jahr) und der Gewaltverbrechen um 18,5&nbsp;% (4,6&nbsp;% pro Jahr).<\/p><\/div>\nDer R\u00fcckgang der Zahl der T\u00f6tungsdelikte im Vergleich zur durchschnittlichen Zahl des Basiszeitraums lag bei insgesamt 21,2&nbsp;% w\u00e4hrend des vierj\u00e4hrigen Gesamtzeitraums (5,3&nbsp;% pro Jahr). Die Analyse der Daten pro Monat zeigte einen steigenden Trend bei T\u00f6tungsdelikten in den USA w\u00e4hrend des Vergleichszeitraums von 2002 bis 2006, der im Interventionszeitraum der Studie von 2007 bis 2010 umgekehrt wurde (siehe Grafik). Die Forscher sch\u00e4tzen, dass durch den h\u00f6chst signifikanten Wechsel von einem steigenden in einen sinkenden Trend 8157 T\u00f6tungsdelikte verhindert wurden.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang von Gewaltverbrechen lag bei 18,5&nbsp;% (4,6&nbsp;% pro Jahr). Die Studie fand eine h\u00f6chst signifikante Ver\u00e4nderung von einem gleichbleibenden Trend von 2002 bis 2006 zu einem abnehmenden Trend von 2007 bis 2010 bei einer Stichprobe in 206 st\u00e4dtischen Gebieten \u00fcberall im Land mit einer Bev\u00f6lkerung von \u00fcber 100.000 Einwohnern (siehe Grafik).<\/p>\n<h4>Wie vorausgesagt<\/h4>\n<p>Seit Juli 2006 versammelten sich fortgeschrittene Meditierende an der Maharishi University of Management in Fairfield, Iowa, um eine Gruppe zu bilden, die gro\u00df genug war, diesen Einfluss f\u00fcr die gesamten Vereinigten Staaten zu erzeugen.<\/p>\n<p>Vorhersagen wurden bei der Presse und anderen Wissenschaftlern hinterlegt, die besagten, dass die Kriminalit\u00e4tsrate signifikant abnehmen w\u00fcrde, wenn die Gruppe den theoretisch vorausgesagten Schwellenwert der Quadratwurzel aus 1&nbsp;% der US-Bev\u00f6lkerung erreicht oder \u00fcberschritten h\u00e4tte. Im Januar 2007 \u00fcberschritt die Gruppe die erforderliche Gr\u00f6\u00dfe von 1725 Teilnehmern, die damalige Quadratwurzel aus 1&nbsp;% der US-Bev\u00f6lkerung, und blieb bis 2010 auf etwa diesem Stand.<\/p>\n<p>Die Studie wurde am <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/sgo.sagepub.com\/content\/6\/2\/2158244016637891\">6. April 2016 (2) in <em>SAGE Open<\/em><\/a> ver\u00f6ffentlicht. Diese Zeitschrift ist Mitglied im <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/publicationethics.org\/about\">Committee on Publication Ethics (COPE)<\/a>.<\/p>\n<h4>Eine neue Hypothese in den Sozialwissenschaften<\/h4>\n<p>\u00bbIch verstehe, dass es f\u00fcr die Sozialwissenschaften eine neue Hypothese ist, dass Meditation einen stressreduzierenden und koh\u00e4renzerzeugenden Effekt in der Gesellschaft erzeugen kann\u00ab,  sagte der federf\u00fchrende Autor Michael Dillbeck. \u00bbAber die Forschung aus dieser Ecke deutet immer deutlicher darauf hin, dass es einen Feldeffekt des Bewusstseins gibt. Bringt man eine entsprechend gro\u00dfe Gruppe zusammen, die diese Technik gemeinsam aus\u00fcbt, um diese Feldqualit\u00e4t des Bewusstseins zu erfahren, dann dr\u00fccken sich diese \u203afeldartigen\u2039 Effekte in der Gesellschaft aus.\u00ab<\/p>\n<p>Die Hypothese eines Feldeffekts des Bewusstseins setzt voraus, dass es eine grundlegende Verbindung zwischen Menschen gibt: analog zu den Entdeckungen der Physik, dass der Verschiedenheit von Materie- und Energiefelder eine gr\u00f6\u00dfere Einheit zugrunde liegt. Je st\u00e4rker das zugrunde liegende Feld belebt wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist der vereinende Einfluss von Frieden und Harmonie an der Oberfl\u00e4che des Lebens.<\/p>\n<p>Die Hypothese wurde zum ersten Mal 1960 von Maharishi Mahesh Yogi aufgestellt, durch den die Technik der Transzendentalen Meditation bekannt wurde. Erstmals best\u00e4tigt wurde diese Hypothese durch in Fachjournalen ver\u00f6ffentlichte Studien in den 1970er und 1980er Jahren. Man hatte damals die Beobachtung gemacht, dass in St\u00e4dten, in denen 1&nbsp;% der Bev\u00f6lkerung die Transzendentale Meditation aus\u00fcbte, positive Trends signifikant zunahmen.<\/p>\n<p>Noch gr\u00f6\u00dfer war der Effekt, als das Fortgeschrittenenprogramm der TM-Sidhis eingef\u00fchrt wurde. Die Beobachtungen deuteten darauf hin, dass dabei bereits die Quadratwurzel aus 1&nbsp;% der Bev\u00f6lkerung Harmonie erh\u00f6hen und die Lebensqualit\u00e4t in der Gesellschaft verbessern kann.<\/p>\n<p>Neun gutachtergepr\u00fcfte Artikel, die 14&nbsp;der vorliegenden Studien zusammenfassten, unterst\u00fctzen inzwischen diese Hypothese.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die fr\u00fcheren Studien auf Gruppen bezogen, die das Fortgeschrittenenprogramm der Meditation \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten aus\u00fcbten, lief die aktuelle Studie \u00fcber mehrere Jahre, was den Forschern die M\u00f6glichkeit gab, potentielle Langzeitver\u00e4nderungen zu untersuchen.<\/p>\n<h4>Rigorose statistische Analyse<\/h4>\n<p>Um die Richtigkeit der wichtigsten statistischen Annahmen der Analyse festzustellen, setzten die Autoren der Studie eine Reihe diagnostischer Tests ein, bei denen eine \u00bbBroken-Trend Interventionsanalyse\u00ab der Ergebnisse angewandt wurde, eine Form der \u00bbUnterbrochenen Zeitreihenanalyse\u00ab.<\/p>\n<p>Auch fanden sie heraus, dass alternative Hypothesen wie Wirtschaftstrends, Inhaftierungsraten, jahreszeitlich bedingte und demographische Ver\u00e4nderungen sowie Polizeima\u00dfnahmen nicht ausreichen, um den beobachteten R\u00fcckgang zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>So nahmen beispielsweise die Gewaltverbrechensraten w\u00e4hrend der schweren Rezession 2007 bis 2009 signifikant ab, statt, wie weithin erwartet, anzusteigen. Einem <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/usnews.nbcnews.com\/_news\/2012\/01\/03\/9925171-jobless-rate-up-but-crime-down-what-gives\">f\u00fchrenden Experten f\u00fcr Kriminalit\u00e4t und Wirtschaft<\/a> zufolge war dies das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass die Kriminalit\u00e4tsrate w\u00e4hrend eines Konjunkturr\u00fcckgangs nicht anstieg.<\/p>\n<p>Siehe NBC News: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/usnews.nbcnews.com\/_news\/2012\/01\/03\/9925171-jobless-rate-up-but-crime-down-what-gives\"> \u00bbArbeitslosenzahlen steigen, aber Kriminalit\u00e4t sinkt: Woran liegt das?\u00ab<\/a> (3.&nbsp;Januar 2012). Die New York Times ver\u00f6ffentlichte einen \u00e4hnlichen Bericht im Jahr zuvor: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/05\/24\/us\/24crime.html?_r=3&#038;scp=1&#038;sq=Steady%20Decline%20in%20Major%20Crime%20Baffles%20Experts&#038;st=cs\">\u00bbSteter R\u00fcckgang bei Schwerverbrechen verbl\u00fcfft Experten\u00ab<\/a> (23.&nbsp;Mai 2011). Zu allererst berichtete die Washington Post dar\u00fcber am 25.&nbsp;Mai 2010: <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/wp-dyn\/content\/article\/2010\/05\/24\/AR2010052402210.html\">\u00bbGewaltverbrechen in den USA r\u00fcckl\u00e4ufig\u00ab<\/a>.<\/p>\n<h4>Wichtige Schlussfolgerungen f\u00fcr die Verbrechensverh\u00fctung<\/h4>\n<p>\u00bbDie Tatsache, dass es inzwischen <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.gusp.org\/de\/entschaerfung-globaler-krisen\/wissenschaftliche-forschung\/\">zahlreiche Studien<\/a> gibt, die einen hochsignifikanten Zusammenhang aufzeigen zwischen einer Gro\u00dfgruppe einerseits, die das Programm der Transzendentalen Meditation und der TM-Sidhis aus\u00fcbt, und abnehmender Gewalt in der Gesellschaft andererseits, muss in der Verbrechensvorbeugung offensichtlich zu Konsequenzen f\u00fchren\u00ab, sagt Dr. Dillbeck.<\/p>\n<p>Die Gruppe, die sich von 2007 bis 2010 zusammenfand, ist mittlerweile etwas geschrumpft. Wenn Regierungen die Einrichtung solcher Gruppen in verschiedenen L\u00e4ndern unterst\u00fctzen, so dass sie \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume aufrechterhalten werden k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnte das, schl\u00e4gt Dr. Dillbeck vor, einen bemerkenswerten Effekt haben: Feindseligkeiten gingen zur\u00fcck und der Zusammenhalt unter den V\u00f6lkern w\u00fcrde gest\u00e4rkt. Und das lie\u00dfe sich mit weiteren Studien best\u00e4tigen. Tats\u00e4chlich bilden bereits einige L\u00e4nder solche Gruppen auf Initiative privater Organisationen hin und erhalten zunehmend Unterst\u00fctzung durch Regierungen.\n<\/p>\n<p align=\"center\">###<\/p>\n<p>Referenz: Societal violence and collective consciousness: Reduction of U.S. homicide and urban violent crime rates. Michael C. Dillbeck and Kenneth L. Cavanaugh, Institute of Science, Technology, and Public Policy, Maharishi University of Management. DOI: <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1177\/2158244016637891\" target=\"_blank\">10.1177\/2158244016637891<\/a><\/p>\n<p align=\"center\">###<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eurekalert.org\/pub_releases\/2016-04\/muom-cgm031316.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.eurekalert.org\/pub_releases\/2016-04\/muom-cgm031316.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht: 14. APRIL 2016 Kann Gruppenmeditation Gewaltverbrechen verhindern? Die \u00fcberraschende Antwort einer neuen Studie lautet: ja. K\u00f6nnen gro\u00dfe Gruppenmeditationen tats\u00e4chlich die Kriminalit\u00e4tsrate senken? 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